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Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist der Lehrplan des
neu gestalteten Ausbildungsberufes “Medizinische Fachangestellte” (ehemals
Arzthelferin) in Kraft, der nach Lernfelder aufgebaut ist.
Was ist neu?
Das Gesundheitswesen befindet sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden
Wandlungsprozess. In den ärztlichen Praxen ist die Prä- vention zu einem wesentlichen
Handlungsgebiet in der Medizin geworden. In dem Maße wie Vorsorge zum Behandlungskonzept wird, wird
die Qualifizierung von Medizinischen Fachangestellten auf diesem Gebiet immer wichtiger. Um mit
entsprechend ausgebildetem Personal ein adäquates Leistungsspektrum in den Praxen anbieten zu
können, sind die dazu notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere zu Themen
der Gesundheitsvorsorge, der Früherkennung von Krankheiten und der Gesundheitsförderung (u. a.
gesunde Lebensweise) verstärkt in die neue Ausbildungsordnung aufgenommen worden. Die gewachsenen
Anforderungen im Bereich der Hygiene und des Arbeitsschutzes sowie des Notfallmanagements spielen
in der neuen Ausbildungsordnung ebenfalls eine wichtige Rolle.
Neben der Prävention berücksichtigt die Neuordnung auch eine
personenorientierte, situationsgerechte Beratung und Betreuung von Patienten vor, während und nach
der Behandlung durch die Medizinische Fachangestellte. Dementsprechend erwerben Auszubildende
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zur Berücksichtigung von psychosozialen und somalischen
Bedingungen des Patienten- verhaltens, zu Methoden und Techniken der Kommunikation, zur
Patientenmotivation, zum Arbeiten im Team, zur Lösung von Konflikt- situationen und zum
eigenverantwortlichen Handeln. Darüber hinaus haben durch die Modernisierung der
Versorgungsstrukturen und die erheblich veränderten Rahmenbedingungen und Arbeitsinhalte im Bereich
der Praxisorganisation und -verwaltung Qualifikationen zur Gestaltung von Kooperationsprozessen,
zur systematischen Planung von Arbeitsabläufen, zur Sicherung von Qualitätsstandards, zur Förderung
der Patientenzufriedenheit, zur Abrechnung und Dokumentation von Leistungen sowie zur Nutzung der
Informations- und Kommunikationssysteme unter Beachtung von Datenschutz und Datensicherheit stark
an Bedeutung gewonnen.
Tätigkeitsfelder:
Medizinische Fachangestellte sind in Hausarzt- und Facharztpraxen,
Krankenhäusern sowie anderen medizinischen Versorgungsein- richtungen tätig. Sie werden auch in
medizinischen Laboratorien, in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen und im öffentlichen
Gesundheitsdienst eingesetzt. Darüber hinaus sind sie in Institutionen und Organisationen des
Gesundheitswesens beschäftigt.
Berufliche Qualifikationen:
Die Tätigkeitsbereiche der Medizinischen Fachangestellten liegen insbesondere
in der Assistenz bei der Untersuchung und der Behandlung, der Betreuung und Beratung von Patienten
und sowie in der Betriebsorganisation und -verwaltung.
Medizinische Fachangestellte
- assistieren bei Untersuchung, Behandlung und chirurgischen Eingriffen und helfen bei Notfällen,
- betreuen und beraten Patienten vor, während und nach der Behandlung,
- informieren Patienten über die Ziele und Möglichkeiten der Vor- und Nachsorge,
- führen Hygienemaßnahmen durch,
- führen Laborarbeiten durch,
- wenden Vorschriften und Richtlinien des Umweltschutzes an,
- organisieren Betriebsabläufe und überwachen Terminplanungen,
- wirken beim Qualitätsmanagement mit,
- führen Verwaltungsarbeiten durch,
- dokumentieren Behandlungsabläufe und erfassen erbrachte Leistungen für die Abrechnung,
- ermitteln Bedarf an Material, beschaffen und verwalten es,
- wenden Informations- und Kommunikationssysteme an,
- beachten die Regeln des Datenschutzes und der Datensicherheit,
- arbeiten team- und prozessorientiert.
Im Schuljahr 2010/11 werden
an unserer Schule die angehenden Medizinischen Fachangestellten in 16 Klassen unterrichtet
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