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Was ist neu?
In den
tierärztlichen Praxen sind Prävention und Rehabilitation zu einem wesentlichen
Handlungsgebiet in der Tierheilkunde geworden. In dem Maße wie Vor- und Nachsorge zum
Behandlungskonzept werden, wird die Qualifizierung von Tiermedizinischen Fachange-
stellten auf diesem Gebiet immer wichtiger. Um mit entsprechend ausgebildetem Personal
ein adäquates Leistungsspektrum in den Praxen anbieten zu können, sind die dazu
notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere im Bereich des
Tierschutzes, der Tierernährung, der Diätetik sowie der Tierverhaltenskunde verstärkt
in die neue Ausbildungsordnung aufgenommen worden. Die gewachsenen Anforderungen an das
Röntgen und den Strahlenschutz in der Tierheilkunde, das Notfallmanagement sowie die
Organisation der Tierärztlichen Apotheke spielen in der neuen Ausbildungsordnung
ebenfalls eine wichtige Rolle.
Neben den genannten
Veränderungen im Bereich der Tierheilkunde berücksichtigt die Neuordnung eine
tierartgerechte und verhaltensgemäße Pflege, Versorgung und Betreuung von Patienten
sowie eine personenorientierte, situationsgerechte Beratung und Betreuung von
Tierhaltern durch die Tiermedizinische Fachangestellte. Dementsprechend erwerben
Auszubildende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zur Berücksichtigung
tierpsychologischer Aspekte, zu Methoden und Techniken der Kommunikation, zur
Motivation, zum Arbeiten im Team, zur Lösung von Konfliktsituationen und zum
eigenverantwortlichen Handeln. Darüber hinaus haben durch die erheblich veränderten
Rahmenbedingungen und Arbeitsinhalte im Bereich der Praxisorganisation und -verwaltung
Qualifikationen zur systematischen Planung von Arbeitsabläufen, zur Sicherung von
Qualitätsstandards, zur Förderung der Kundenzufriedenheit, zur Abrechnung und
Dokumentation von Leistungen sowie zur Nutzung der Informations- und
Kommunikationssysteme unter Beachtung von Datenschutz und Datensicherheit stark an
Bedeutung gewonnen.
Tätigkeitsfelder:
Tiermedizinische
Fachangestellte sind vorwiegend in Tierarztpraxen sowie Tierkliniken tätig. Sie werden
auch in veterinärmedizinischen Laboratorien, Zoos, Tierheimen oder in der Tierhaltung
eingesetzt. Darüber hinaus sind sie in der tiermedizinischen Forschung, der chemischen
Industrie oder bei Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und des
Veterinärwesens beschäftigt.
Berufliche Qualifikationen:
Die
Tätigkeitsbereiche der Tiermedizinischen Fachangestellten liegen insbesondere in der
Assistenz bei der Untersuchung und Behandlung von Tieren, der Betreuung von Patienten
und Tierhaltern sowie in der Betriebsorganisation und -verwaltung.
Tiermedizinische Fachangestellte
- assistieren bei Untersuchung, Behandlung und chirurgischen Eingriffen,
- betreuen Patienten vor, während und nach der Behandlung,
- versorgen und pflegen Patienten bei stationärer Unterbringung,
- sorgen für tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren,
- beachten die Einhaltung des Tierschutzgesetzes,
- wenden Vorschriften und Richtlinien des Umweltschutzes an,
- führen Hygienemaßnahmen durch,
- schützen sich und andere vor Infektionen und Seuchen,
- erstellen Röntgenaufnahmen,
- führen Laborarbeiten durch,
- beraten und betreuen Tierhalter und Tierhalterinnen,
- informieren Tierhalter und Tierhalterinnen über die Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation,
- organisieren Betriebsabläufe und überwachen Terminplanungen,
- wirken bei Maßnahmen zur Qualitätssicherung mit
- führen Verwaltungsarbeiten durch
- dokumentieren Behandlungsabläufe und erfassen erbrachte Leistungen für die Abrechnung
- ermitteln Bedarf an Material, beschaffen und verwalten es
- wenden Informations- und Kommunikationssysteme an
- beachten die Regeln des Datenschutzes und der Datensicherheit
- arbeiten team- und prozessorientiert
Im Schuljahr
2010/11 werden an unsere Schule drei Klassen Tiermedizinische Fachangestellte
unterrichtet
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